Sneak Preview: Michael Lehofer

Self fulfilling prophecy

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die selbsterfüllende Prophezeiung zu erklären und zu verstehen. Zwei davon: Unter Priming versteht man eine neurobiologische Disposition, die durch bestimmte hirnorganische Aktivierungen entsteht. So führen Emotionen zu einer Präferenz, diese wieder zu erleben. Darum sollte man keinesfalls einen Termin bei seinem Chef nach einem beim Chef unbeliebten Kollegen wahrnehmen. Der Ärger wird durch den unbeliebten Kollegen geprimt, und so bekommt man eventuell auch noch etwas ab. Das Leben von Optimisten unterscheidet sich wahrscheinlich in Bezug auf die Lebensereignisse nicht von dem der Pessimisten. Durch die pessimistische Wahrnehmungsbereitschaft erleben aber die Pessimisten die negativen Ereignisse tief und die Optimisten gegenteilig. So legitimiert sich der Pessimist sonderbarerweise gleichermaßen wie der Optimist. Warum finden manche Menschen keinen Partner, andere aber fast zu viele? Der Unterschied liegt darin, dass bedürftige Menschen abstoßend wirken. Kommt also ein gut aussehender Mann auf eine Party und spüren die Frauen seine Bedürftigkeit, aktiviert sich in den Frauen auf Grund der Aktivität so genannter Spiegelneurone die eigene Bedürftigkeit der Frauen. Wer will schon seine eigene Bedürftigkeit spüren? Dementsprechend wenden sich die Frauen vom Bedürftigen ab. Ein Mann, der viele Frauen hat, strahlt dem gegenüber Fülle aus; er hat als Aufreißer leichtes Spiel! Ungerecht, nicht?